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P U N K

Heute habe ich mir mal ein Bier von einem Punk geschnorrt. In der Straßenbahn.

Mir fiel heute auf, dass so viele Punks unterwegs sind in Weißensee – und alle mit so komischem Bier in Sechserträgern: „ASTRA Rotlicht“.


Als sich so ein paar Punks direkt neben mich setzten und der eine mich fragte, ob ich eins haben will weil ich da so schräg draufschielte, hat er sicherlich damit gerechnet, dass ich gleich abrücken und pikiert aus dem Fenster starren würde, als wäre neben mir eine Laus oder ein schwarzes Loch. Aber ich hab ihm erklärt, dass ich so doof gucke, weil mir diese Bierpullen heute nun schon zum fünften Mal auffallen und ich die vorher noch nie gesehen habe.

Das Bier stammt aus Hamburg und scheint so ein Kultgesöff bei den Punks zu sein.

Die Punks waren unterwegs zur Halle an der Industriebahn. Die Location ist mir bislang nicht bekannt gewesen, aber da steigt ein großes Punk-Festival an diesem Wochenende „Punk im Pott - im Exil“. Die Jungs, mit denen ich mich unterhalten habe, waren aus Karlsruhe und sind extra wegen des Konzerts nach Berlin gekommen.

Ich hab mir also das angebotene Bier geben lasse. Übrigens ohne dafür einen Euro abzudrücken. Es schmeckt... man kanns trinken, mehr lässt sich darüber nicht sagen.

Ich wär gerne mitgegangen auf das Punkkonzert.

Manchmal wärs geil, wieder so jung zu sein...

28.12.08 17:03


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Der letzte Zug

Die Uhr schlägt zwölf
Du bist nicht hier
Und ich bemerke jetzt
Wie sehr ich frier

Ich hab gewartet
So lange Zeit
War zu fast jeder Lüge
Und zu jedem
Kompromiss bereit

Das mit uns war nicht die Wirklichkeit
Sondern wohl nur ein Traum
Und wir haben es auch nicht geschafft
Etwas Echtes aufzubauen

Ich kann hier nicht mehr bleiben
Alles endet irgendwann
Ich hab die Hoffnung aufgegeben
Dass ich an uns glauben kann

Es heißt, Liebe wäre Wahrheit
Wahrheit finde ich hier nicht
Und ich habe es nun begriffen
Deine Liebe war ein Gerücht

Ich stehe hier am Bahnsteig
Lass unsre Zeit vorüber ziehn
Danke für die zwei, drei Blumen
Es wird Zeit für mich zu fliehen

Da kommt der Zug
Und ich steig ein
Es wird für mich die Reise
In ein Leben ohne dich
Und ohne Lügen sein

Der Zug fährt ab
Du bist nicht da
Und ich glaub
Dir war das nicht mal klar
Dass dieser Zug
Unsere allerletzte Chance war



Eine Frage noch zum Schluss
Obwohl ich die Antwort darauf
Schon nicht mehr wissen muss:
Wie fühlt es sich denn an
Wenn man sich aus
Seinem Selbstbetrug
Niemals befreien kann?
Wenn man jede Möglichkeit verpennt
Und sich am Ende
Im Spiegel nicht mal selber mehr erkennt?!

27.12.08 15:34


Weihnachtsstimmung

Am Alex vor dem Bahnhof stehend mit Blick zum Fernsehturm. Von entfernt klingen Weihnachtsmelodien herüber – eine Gruppe leise lärmender junger Menschen zumeist schwarz gekleidet, bewegt sich Richtung Rathaus, eskortiert von einer Gruppe in dunkelgraue Overalls gekleideter Männer deren Aufschrift auf dem Rücken in jedem Lichtschein hell reflektiert: POLIZEI...

Ich drehe mich um und gehe Richtung Weltzeituhr. Auf dem Platz stehen Buden mit Weihnachtskitsch, Glühwein und allen möglichen Essbarkeiten. Aber die Lichter sehen schön aus in der Dämmerung. Ich schlendere über den Markt. In meiner Jackentasche wärmen heiße Kastanien. Der Platz ist belebt. Menschen bewegen sich hierhin und dorthin und hinterlassen keine Spuren, nur gedachte Linien.

Auf dem Alfred-Döblin-Haus sammeln sich die Krähen in großen Schwärmen zum Übernachten. Ich lese „Hundekälte“ und „Wiedersehen auf dem Alex“ und steige in die Straßenbahn.

 

 

 

Ich stehe mit Blick aus dem Fenster und die Stadt zieht an mir vorbei. Neben mir eine Frau in etwa meinem Alter erzählt von ihrem neuen Bekannten, nun will er ihre Tochter kennen lernen. Hinter mir muss jemand noch dringend seine Steuererklärung fertig machen, ja. Er verdient zweiundvierzigtausend im Jahr, muss aber dafür sechs Tage in der Woche arbeiten.
Die Straßenbahn leert sich am S-Bahnhof, ich kann mich hinsetzen und wir fahren nach Weißensee hinein. Es ist jetzt ganz dunkel geworden, im See spiegeln sich die Laternen im Wasser, sonst könnte man den See gar nicht sehen. Die Straßenbahn quietscht um die Ecke, ich steige aus. Nach Hause sind es nur wenige Minuten. Die Wohnung ist still und dunkel, es riecht ein wenig nach Tannengrün.

Ich höre mir die Platte von Annett Louisan an die du mir gegeben hast. Die Texte haben es zum Teil in sich. Ich soll sie nicht auf uns beziehen, sagst du.

Hinter mir liegt ein wunderschönes Wochenende. Dennoch bin ich melancholisch.

Ich habe es dich nicht wissen lassen, wie oft ich in den letzten Wochen ganz dicht davor war, dir zu sagen, dass es nicht mehr geht. Ist das Vergangenheit?

30.11.08 23:09


Novemberherz

Wenn Einsamkeit sich durch die Stille frisst
Die Nacht ist schwarz und leer
Wenn deine Stimme nur noch Flüstern ist
Und deine Träume wiegen schwer

Novemberherz, wer hält dich warm
In dieser dunklen Nacht?
Novemberherz wer gibt dir Halt
In der Novembernacht?

Verloren im Dunklen, mutlos und klein
nirgends siehst du ein Licht
Du fragst in die Stille, was wird morgen sein
Die Wände antworten nicht.

Novemberherz wer hält dich fest
An diesem stummen Ort?
Novemberherz flieh mit dem Wind
Treib mit dem Regen fort.
9.11.08 21:34


Über Nacht

Wenn ich über Nacht
Klug geworden wäre
Könnte ich es dir sagen
Und auch mir

Weil ich aber nicht klug geworden bin
Sehe ich dir zu
Wie du zwei Flaschen Bier
auf den Tisch stellst
Oder drei

Wie du da sitzt und erzählst
Von deinem Tag
Und ich höre
Was du wie wo und weshalb
Gesagt
Und getan hast

Ich sehe dir zu
Beim Trinken
Und wie du gestikulierst
Oft ist dein Gesicht fast grimmig und ernst
manchmal verirrt sich ein Lachen

Aber es ist nicht das Leuchten
In deinen Augen
Nicht der zärtliche Blick
Und nicht das Innehalten und Staunen
Über die Liebe

Ich bin nicht klug geworden
über Nacht
Und deshalb weiß ich nicht
Wo er geblieben ist
Der, mit dem ich
über die Liebe staunte

Ich hoffe
er ist noch ganz in der Nähe
Und höre dir weiter zu

 


10.10.08 00:46


Lost Coastlines (Okkerville River)

 

Packed and all eyes turned in, no one to see on the key.
No one waving for me just the shoreline receding.
Ticket in my hand and thinking wish I didn't hand it in.
Cause who said sailing is fine? leaving behind all the faces that I might replace if I tried on that long ride,
looking deep inside but I don't want to look so deep inside yet.

Sit down, sit down on the proud to wave bye,
there might not be another star, further on the line.
Look out, look out at each town that glides by,
and there's another crowd, to drown in crying eyes.

And see how that light you love now just won't shine,
there might just be another star, that's high and far in some other sky.
We sing, is that marionette real enough yet to step off of that set to decide
what a dance might mean to it. Ruining the place where the ensuing may lay escape.
We packed up all of our bags the ship's deck now sags from the weight of our tracks
as we pace beneath flags black and battered rattling our swords in service of some fated, foreign, war.

And we sail out on orders from him but we find that the maps he sent to us don't mention lost coastlines.
Where nothing we've actually seen has been mapped or outlined
and we don't recognize the names upon these signs.

And every night finds us rocking and rolling on waves wild and wide,
well we have lost our way, nobody's gonna say it outright.
Just go la la la la la la la la la…


Verschollene Küsten

Dicht gedrängt und alle Augen nach innen gekehrt, niemand zu sehen an der Spitze
Niemand der mir zuwinkt vom schwindenden Ufer
Das Ticket in der Hand denke ich, ich wünschte, ich hätte es nicht eingelöst.
Denn wer sagt, Segeln ist schön? All die Gesichter zurück zu lassen, die zu verdrängen ich versuchen muss auf dieser langen Fahrt
Tief nach innen blickend aber ich möchte noch nicht so tief hinein sehen.

Nehmt Platz, nehmt Platz stolz Lebewohl zu winken
Dort mag kein anderer Stern sein auf der weiteren Fahrt
Haltet Ausschau, haltet Ausschau nach jeder Stadt die vorbei gleitet
Und dort ist ein anderer Haufen, der in weinenden Augen ertrinkt

Und siehe wie das Licht, das du liebst, nun nicht mehr scheinen wird
Dort mag ein anderer Stern sein, der hoch und weit an einem anderen Himmel steht
Wir singen: Ist diese Marionette wirklich genug, aus der Reihe zu tanzen um zu bestimmen was ein Tanz für sie bedeuten könnte. Den Ort zerstörend wohin die Nachfolgenden sich flüchten wollten
Wir haben all unser Gepäck verstaut, das Schiffsdeck versinkt unter unseren Spuren
Wenn wir marschieren zwischen schwarzen, schäbigen Flaggen, unsere Säbel rasselnd, im Dienst eines verhängnisvollen fremden Krieges

Und wir fahren aus auf seinen Befehl doch wir erkennen, dass die Karten die er uns sandte nicht die verschollenen Küsten zeigen
Wo nichts was wir wirklich gesehen hatten aufgezeichnet oder umrissen war
Und wir begreifen nicht die Bedeutung dieser Zeichen

Und jede Nacht findet uns schaukelnd und rollend auf Wellen wild und weit
Wir haben unseren Weg verloren, niemand spricht es offen aus
Es geht : La la la la la la la la…

 

Weil es gut ist - und eine persönliche Bedeutung für mich hat....

30.9.08 23:11


28.9.08 00:52





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