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Novemberherz

Wenn Einsamkeit sich durch die Stille frisst
Die Nacht ist schwarz und leer
Wenn deine Stimme nur noch Flüstern ist
Und deine Träume wiegen schwer

Novemberherz, wer hält dich warm
In dieser dunklen Nacht?
Novemberherz wer gibt dir Halt
In der Novembernacht?

Verloren im Dunklen, mutlos und klein
nirgends siehst du ein Licht
Du fragst in die Stille, was wird morgen sein
Die Wände antworten nicht.

Novemberherz wer hält dich fest
An diesem stummen Ort?
Novemberherz flieh mit dem Wind
Treib mit dem Regen fort.
9.11.08 21:34


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Weihnachtsstimmung

Am Alex vor dem Bahnhof stehend mit Blick zum Fernsehturm. Von entfernt klingen Weihnachtsmelodien herüber – eine Gruppe leise lärmender junger Menschen zumeist schwarz gekleidet, bewegt sich Richtung Rathaus, eskortiert von einer Gruppe in dunkelgraue Overalls gekleideter Männer deren Aufschrift auf dem Rücken in jedem Lichtschein hell reflektiert: POLIZEI...

Ich drehe mich um und gehe Richtung Weltzeituhr. Auf dem Platz stehen Buden mit Weihnachtskitsch, Glühwein und allen möglichen Essbarkeiten. Aber die Lichter sehen schön aus in der Dämmerung. Ich schlendere über den Markt. In meiner Jackentasche wärmen heiße Kastanien. Der Platz ist belebt. Menschen bewegen sich hierhin und dorthin und hinterlassen keine Spuren, nur gedachte Linien.

Auf dem Alfred-Döblin-Haus sammeln sich die Krähen in großen Schwärmen zum Übernachten. Ich lese „Hundekälte“ und „Wiedersehen auf dem Alex“ und steige in die Straßenbahn.

 

 

 

Ich stehe mit Blick aus dem Fenster und die Stadt zieht an mir vorbei. Neben mir eine Frau in etwa meinem Alter erzählt von ihrem neuen Bekannten, nun will er ihre Tochter kennen lernen. Hinter mir muss jemand noch dringend seine Steuererklärung fertig machen, ja. Er verdient zweiundvierzigtausend im Jahr, muss aber dafür sechs Tage in der Woche arbeiten.
Die Straßenbahn leert sich am S-Bahnhof, ich kann mich hinsetzen und wir fahren nach Weißensee hinein. Es ist jetzt ganz dunkel geworden, im See spiegeln sich die Laternen im Wasser, sonst könnte man den See gar nicht sehen. Die Straßenbahn quietscht um die Ecke, ich steige aus. Nach Hause sind es nur wenige Minuten. Die Wohnung ist still und dunkel, es riecht ein wenig nach Tannengrün.

Ich höre mir die Platte von Annett Louisan an die du mir gegeben hast. Die Texte haben es zum Teil in sich. Ich soll sie nicht auf uns beziehen, sagst du.

Hinter mir liegt ein wunderschönes Wochenende. Dennoch bin ich melancholisch.

Ich habe es dich nicht wissen lassen, wie oft ich in den letzten Wochen ganz dicht davor war, dir zu sagen, dass es nicht mehr geht. Ist das Vergangenheit?

30.11.08 23:09





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